Virtuelle Bundesliga startet im Dezember

Die TAG Heuer Virtual Bundesliga (VBL) geht in Kürze in ihre siebte Saison. Electronic Arts und die Deutsche Fußball Liga (DFL) kündigten den Start für den 1. Dezember 2018 an.

Der Meister in Fifa 19 ermittelt sich diesmal über vier Segmente: Die VBL Open an der jeder teilnehmen kann, die neu eingeführte VBL Club Championship für angemeldeten Vereinsteams der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga, die sich anschließende VBL Playoffs und schließlich das VBL Grand Final, das Ende März 2019 stattfinden wird.

Es werden wieder harte Matches erwartet

Wer sich über den kostenlosen In-Game-Modus VBL Open für die VBL Playoffs qualifizieren möchte, muss dafür eine Sony Playstation oder eine Xbox von Microsoft haben und das Spiel Fifa 19 von EA Sports besitzen. Der Qualifikationsmodus wird dann rechtzeitig zum 01. Dezember 2018 für alle freigeschaltet.

Jeder Teilnehmer wählt dabei sein favorisiertes Bundesligateam. Um die Spielerstärken muss sich niemand kümmern. Alle Mannschaften und damit auch die Gegner besitzen eine einheitliche Gesamtstärke.

Es geht einzig und allein darum, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen um genügend Punkte für die Qualifikation zu sammeln. Die Qualifikation läuft bis 28. Februar 2019. Für die besten geht es direkt im Anschluss in die VBL Playoffs. Wer auch hier besteht, kann sich einen Platz im VBL Grand Final ergattern. Erstmals werden auch Punkte für die Fifa 19 Global Series Playoffs vergeben.

Bundesliga-Teams starten in der VBL Club Championship

Erstmals wurde alle Bundesliga-Klubs der ersten und zweiten Fußball Bundesliga aufgerufen ein eSports-Team mit zwei bis vier Spielern zusammenzustellen, um sich über die VBL Club Championship direkt für das VBL Grand Final zu qualifizieren.

In dieser Saison treten an: VfL Wolfsburg, FC Schalke 04, Bayer 04 Leverkusen, RB Leipzig, VfB Stuttgart, Hertha BSC Berlin, 1. FC Köln, VfL Bochum und der 1. FC Nürnberg, SV Sandhausen. Beim HSV hat man bislang noch keine Profis vorgestellt.

Top-Klubs wie Bayern München oder Borussia Dortmund haben noch keine Planungen für eine eigene eSports-Abteilung. Von Bayern Präsident Hoeneß ist hinterlegt, dass er die Jugend lieber auf dem Platz, anstatt an den Konsolen sehen würde.

Offenbar konkrete Planungen zur Gründung eines eSports-Teams gibt es bei Eintracht Frankfurt, FC Augsburg, Borussia Mönchen Gladbach und dem 1. FSV Mainz 05. Bei verschiedenen Wettanbietern können bereits Tipps auf die kommenden Deutschen Meister der Virtual Bundesliga abgegeben werden. Auf www.wettenerfahrungen.com gibt es einen Überblick über die Anbieter und ihre Quoten.

Die Turnierstruktur und die Termine im Überblick

·       VBL Open: vom 01.12.2018 bis 28.02.2019

·       VBL Club Championship: vom 15.01.2019 bis 15.03.2019

·       VBL Playoffs: vom 22.03.2019 bis 24.03.2019

·       VBL Grand Final: vom 10.05.2019 bis 12.05.2019

eSports soll als Sportart anerkannt werden

eSports-Spiele wie Fifa 19 sollen zukünftig als Sportart anerkannt werden und somit auch als förderfähig gelten. Zumindest hatte man sich darauf im Koalitionsvertrag verständigt. Aktuell tut sich jedoch nichts in dieser Sache. Das Thema wurde erst einmal auf die lange Bank geschoben.

Ein Problem ist zum Beispiel, dass zum eSports auch Strategiespiele und Shooter wie League of Legends oder CS:GO (Counterstrike ) gehören, die bei vielen Beteiligten als keinesfalls förderungswürdig gelten.

League of Legend-Finale mit mehr Zuschauern als der Super Bowl

Erst vor ein paar Tagen wurde das WM-Finale von League of Legends in Incheon zwischen dem europäischen Team FNatic und dem chinesischen Gegner Invictus Gaming ausgetragen.

Unglaubliche 205 Millionen Zuschauer waren weltweit an den Streaming-Portalen dabei, um sich dem Kampf anzusehen. Das sind mehr Zuschauer, als beim diesjährigen Super Bowl. Das chinesische Team Invictus gewann diesmal klar mit 3:0.

Die Zuschauerzahlen belegen einmal mehr, dass e-Sports bereits in die Mitte der Gesellschaft gerückt ist und ein Umdenken erforderlich ist. In Deutschland wurde seitens Politik und Gesellschaft immer noch nicht erkannt, welches Potential die Gaming-Branche besitzt.