Steffen Mensching: `Schermanns Augen`

Lesung und Gespräch

© Friederike Lüdde

© Friederike Lüdde

Nach 12jähriger Arbeit legt Steffen Mensching, der zusammen mit Hans-Eckardt Wenzel als Clown-Duo Meh&Weh Kultstatus erreichte, sein neues Buch vor. Es ist die Geschichte eines Mannes und einer Zeit. Rafael Schermann war in Wien der 20er Jahre als Graphologe eine Koryphäe, bekannt mit allen Größen der Stadt. Mit Beginn der Naziherrschaft flieht der Jude Schermann nach Polen und landet wenig später im Gulag. Und auch dort ist Schermann wegen seiner prophetischen Gaben ein Unikum, gleichermaßen von den Wächtern und den Mitgefangenen als Orakel gefragt. Als Übersetzter wird Schermann ein junger deutscher Kommunist zur Seite gestellt und beide lernen in ihrer gemeinsamen Zeit Dinge voneinander, die wichtig sind, um zu überleben. Mit dem Roman „Schermanns Augen“ entwirft Steffen Mensching ein Gesellschaftsbild, stellt das angeregte intellektuelle und vergnügungssüchtige Klima der 1920er- und frühen 30er-Jahre in Europa dem Kontrollwahn in der Sowjetunion gegenüber.

www.steffen-mensching.de