„INTERMEZZO“ – eine attraktive Zwischenlösung

Alfred Schmidt Potsdam

Außerhalb des Ausstellungsplanes, die Exposition mit Helmtrud Nyström musste auf das nächste Jahr verschoben werden, öffnet die Galerie ihr „Schatzkisten“ mit Lieblingsbildern der Galeristen ab dem 25.06.!

 

Splitter aus den Eröffnungsreden zu den Ausstellungen:

 

Falko Bärenwald – Architekt und Maler

Im Gegensatz zu seiner Architektur fließen in seinen freien künstlerischen Arbeiten die Linien in lockerem spielerischem Duktus, scheinbar aus dem Handgelenk. Es entsteht nichts figürliches, es sei denn im Auge des Betrachters. Er sagt selbst, dass sie immer aus der Landschaft angeregt sind. Ihre Grundstimmung ist von heiterer Schönheit.

 

Axel Frohn

Von Axel Frohn, diesem seltsamen Mann, der seinen Pinsel und seinen Stift so fein setzen kann, dass die kleinsten Details anfangen, ein Eigenleben zu führen, von diesem Künstler, der uns das Leben mit anderen Augen sehen lässt, können wir viel lernen: Gelassenheit, Heiterkeit, Lebensfreude, Witz und, ja, Liebe. Und dass die Welt nicht Grau in Grau ist, sondern bunt und lebendig und schön.

 

Manfred Gabriel

Er bevorzugt eine leise, unaufdringliche Bildsprache und setzt seine Mittel maßvoll und sehr ästhetisch ein.

In seiner Kunst ist nichts zufällig. Bevor er zum Pinsel greift, ist die Komposition wohldurchdacht, durch Skizzen vorbereitet.

Dabei ist die Bühne für seine Szenerien fast immer die Gleiche – der Prerower Strand an dem er seit Ende der 60 iger Jahre oft zeltete, der die Illusion von Weite und Zeitlosigkeit vermittelte und den er bis heute jährlich wenigstens für ein paar Tage wieder erleben muss.

Der Himmel, das Wasser als schmales Farbband und der Strand scheinen unendlich zu sein. In diese endlosen Horizontalen setzt er Vertikalen – Menschen, Menschengruppen. Seine Akte sind schmal, überhöht und auf das wesentliche reduziert, stehend, sitzend, liegend.

 

 

Rainer Henze – Metallgestalter und Grafiker

Ob in seinen Radierungen, oft kombiniert mit Prägedrucken, den tastbaren Reliefs auf Papier, Lithografien, Schablonendrucken oder  Hochdruckverfahren, ist der kompositorische Einfallsreichtum, die zeichnerische Virtuosität und die inhaltliche Gedanken- und Assoziationstiefe beeindruckend.

In ihnen erzählt er, ähnlich wie in den alten Bilderbögen Geschichten.

Vorrangig erotische Darstellungen, in denen er zurückgehend bis zu Adam und Eva, immer wieder das aufregende und das magnetische in den Beziehungen zweier Menschen zu variieren scheint.

 

Inge Jastram

Entstanden ist in diesen Jahren ein grafisches OEvre, das in seiner Ehrlichkeit, seinem seismographischen Darstellen der Befindlichkeiten besonders der Frauen und ihrer Schicksale, den Betrachter auf eindringliche Weise zu fesseln vermag.

Ob in der Welt des Zirkus, eine große Begeisterung für diese Kunst lebt in ihr, oder sinnlichen und erotischen Darstellungen, sie bekennt sich zu Künstlern, wie George Grosz oder Henri deToulouse-Lautrec, ihre Zeichenkunst lebt von ihrem Mitgefühl, Mitleiden und Mitfreuen.

Ihre grafischen Mittel sind ausgereift, von der Zeichnung, der Radierung zur Aquatintaradierung bis zu colorierten Arbeiten, bei denen sie mit der Farbe akzentuiert.

 

Christian Lang

Er rekonstruierte alte, heute nicht mehr praktizierte Drucktechniken, wie das Mezzotinto, baute seine Werkzeuge dafür selbst, vereinte  sie z.B. mit Kaltnadelradierungen und Prägungen zu einem unverwechselbaren grafischen Stil. Die Bildarchitektur wird in Studien vorbereitet. Das Zeichnerische  trägt die Komposition und die Farbe ist dem untergeordnet, eher koloriert eingesetzt.

In der Malerei ist das Verhältnis umgedreht. Die Farbe bestimmt die Komposition und die Linie, also das grafische Element wird benutzt, die Oberfläche mit lebendiger Struktur zu gestalten.

Letztlich durchdringen und bedingen Grafik und Malerei im Werk Christian Langs einander und im Hintergrund scheint man beim Betrachten immer Musik zu hören.

 

Grit Peters

Die Serie "en famille" besteht aus vielen Figuren in Acryl. Es gibt diese auf 1,92m großen Holzplatten und in der 1-m-Größe. Jede Figur für sich kann zwar einzeln stehen, jedoch bilden mehrere zusammen oder - gedanklich - auch alle Exemplare eine familienähnliche Gemeinschaft. Die Serie "en famille" entstand schon während meines Kunst-Studiums. Ich habe zunächst die lebensgroßen Figuren hergestellt und in einer Ausstellung konnten die Besucher*innen diese dann immer so hinstellen, wie sie dazu Lust hatten und auf diese Weise immer neue (Familien-) Konstellationen erschaffen.

 

Hinrich W. Schüler

„Wüsten, Küstenlandschaften, endlose Weiten und karge Orte interessieren mich schon seit jeher. Im Atelier findet beim künstlerischen Schaffen eine Reduktion auf das Wesentliche statt. Die auf diese Weise entstehenden Werke loten Verbindungen und Übergänge zwischen realer Naturanschauung und Abstraktion aus, bewegen sich in diesem spannungsvollen Grenzbereich und ziehen daraus ihre Energie. Die Gemälde zeigen dabei kein (foto-) realistisches "Was-ich-gesehen-habe", sondern spiegeln atmosphärische Erfahrungen wider. Persönliche Erlebnisse werden Anlass zur Malerei, nicht die Absicht einer genauen Abbildung des Vorgefundenen“

 

Andreas M. Schmidt

Andreas M. Schmidt ist ein ausgesprochener „Landschafter“

In seinen Acrylbildern beweist der Autodidakt und Wahlmecklenburger einen bemerkenswerten Umgang mit Farbe und Komposition und erreicht impressive  Stimmungen.

 

 

Alfred Schmidt

Immer wieder waren es äußere Anlässe, die ihn zu Neuem bewegten. „Meine ersten Blumenbilder malte ich für Freundinnen, weil es keine Blumen in der DDR zu kaufen gab.“ Und er zeigt eine Miniatur mit Veilchengruß. Er hat sehr klein angefangen. Mehr war in seinem ersten Atelier unterm Dach der Rumpf-Villa am Heiligen See, das er nur mit Leiter ersteigen konnte, nicht möglich. Von den Künstlern wurde der Autodidakt mit den Streichholzschachtel großen Arbeiten nur milde belächelt. Doch bald verdiente er mit diesen Winzlingen so viel Geld, dass er sich freischaffend machen konnte.

Inzwischen hängen