Hansa Rostock: Nachlizenzierung auf Anhieb bestanden

Die Kogge hat sich den Klassenerhalt gesichert. Hansa Rostock kann sich auf die nächste Saison in der 3. Fußball-Bundesliga wie geplant vorbereiten. Bei der durch den Deutschen Fußball-Bund durchgeführten Nachlizenzierung gab es nach Angaben des Vereins keine Probleme. Hansa-Vorstand Christian Hüneberg bekräftigte vor der Presse, alle nötigen Nachweise bereits im Vorfeld erbracht zu haben.

Der DFB hat keine Streichungen bei den Planungsansätzen des Vereins vorgenommen. Die wirtschaftlichen Fortschritte des Teams wurden von der DFB-Zentralverwaltung anerkannt. Daher kann Hansa die Winterpause nutzen, um sich personell Verstärkung ins Boot zu holen. Es gibt diesbezüglich keine Auflagen seitens des Verbandes. Damit kann aktiv nach Verstärkung für den Verein gesucht werden.

Ein Sprecher von FUSSBALLWETTEN.COM bestätigte unlängst sogar, dass der Verein schon in der nächsten Saison, was den Aufstieg in die 2. Bundesliga betrifft, durchaus ein Wörtchen mitzureden haben könnte. Dies sei anhand aktueller Tendenzen von Wettquoten und der Reaktion von Buchmachern auf die angesprochenen Verstärkungen zu erkennen.

Erinnerungen werden wach an eine bewegte Vereinsgeschichte, nicht ohne Rückschläge und Überraschungen. Ihren Ursprung haben die Hanseaten eigentlich im Erzgebirge. Der Oberligist Empor Lauter wurde an die Ostsee beordert und lief unter dem Namen SC Empor Rostock Mitte der 1950er Jahre erstmals im Ostseestadion auf.

Der Verein, wie wir ihn heute kennen, wurde 1965 gegründet. Was dann folgte, dürfte jedem Rostocker bekannt sein. Die Mannschaft zählte zu den Vorzeigevereinen des DDR-Fußballs. Einem Titelgewinn lief die Kogge allerdings hinterher. Der ganz große Wurf gelang dem ewigen Zweiten erst nach der Wiedervereinigung, mit Meisterschaft und Pokalsieg in der Saison 1990/91. Im Jahre 2010 stieg die Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte in die 3. Liga ab. Der sofortige Wiederaufstieg konnte nicht gehalten werden. Seither stehen die Zeichen auf Umbruch, Umdenken und Veränderung. Die Prognose ist dabei durchaus positiv zu werten.          

In seiner jüngsten Mitgliederversammlung verzeichnete Hansa einen neuen Rekordumsatz - dies vermeldet SPORTBUZZER. Damit konnte das im Mai anvisierte Ziel des Umsatzes im Sponsoring in Höhe von vier Millionen Euro erreicht werden. Die Kasse des Vereins klingelt auch in anderen Sparten. Ein Aufwärtstrend kann bei der Fußballschule, dem Mikrosponsoring oder der Durchführung von Dritt-Veranstaltungen, welche Geld in die Kasse des Ostseestadions spielen, vermeldet werden. Die Kogge blickt optimistisch in die Zukunft und visiert als Ziel für die kommende Saison die Rückkehr in die 2. Bundesliga an. Derzeit liegen die Rostocker auf Platz 8. Fünf Punkte fehlen dem Verein zu Direktaufsteiger KFC Uerdingen 05.  

Am Zulassungsverfahren des DFB müssen alle Klubs teilnehmen, welche in der 3. Liga auflaufen wollen. Der DFB prüft die technischen und organisatorischen Voraussetzungen der Mannschaften. Ähnliche Abläufe gibt es mit dem Lizenzierungsverfahren auch in der 1. und 2. Bundesliga. Die Unterlagen sind nach festen Vorgaben einzureichen. Die Prüfung obliegt dem DFB. Durch die Durchführung des Verfahrens sollen die reibungslosen Abläufe in der folgenden Spielsaison gewährleistet werden. 

Auch für die zweiten Mannschaften gab es grünes Licht. Die Prüfung findet hier lediglich hinsichtlich von Technik und Organisation statt. Die Wirtschaftlichkeit wurde bereits über die DFL geprüft. Hätte Hansa die Bedingungen nicht erfüllt, müsste die Mannschaft die folgende Saison in der Regionalliga antreten. Dieses Schicksal ereilte im letzten Sommer den TSV 1860 München. In diesem Fall rückt der bestplatzierte Abstiegskandidat nach, unter der Voraussetzung, dass dieser ebenfalls den Nachweis seiner Leistungsfähigkeit erbringen kann.