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Berlin Alexanderplatz. Film im Gespräch

© li.wu

DI | 29.07. | 19 UHR | LIWU METROPOL

Burhan Qurbani ist im Lichtspieltheater zu Gast. Er präsentiert dabei sein neustes Werk Berlin Alexanderplatz und steht im Anschluss zum Filmgespräch bereit. Nach seiner filmischen Auseinandersetzung mit den Brandanschlägen von Rostock Lichtenhagen 1992 »Wir sind jung. Wir sind stark« (2014), hat sich Regisseur Qurbani nun an eine Neuinterpretation von Alfred Döblins gleichnamigem Roman gemacht. Der Film erzählt die Geschichte von Francis (Welket Bungué). Auf der Flucht von Afrika nach Europa kentert er und rettet sich mit letzter Kraft an einen Strand der Mittelmeerküste. Dort schwört er dem leben Gott, dass er von nun an ein guter, ein anständiger Mensch sein will. Bald führt Francis’ Weg nach Berlin und jetzt ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten. Doch die Lebensumstände als staatenloser Flüchtling machen es ihm nicht einfach. Das Schicksal wird ihn auf eine harte Probe stellen. Dann trifft er auf den zwielichtigen deutschen Drogendealer Reinhold (Albrecht Schuch) und die Leben der beiden Männer verbinden sich zu einer düsteren Schicksalsgemeinschaft. Immer wieder versucht Reinhold, Francis für seine Zwecke einzuspannen, immer wieder widersteht er. Schließlich wird Francis von Reinhold verraten und verliert bei einem Unfall seinen linken Arm. Francis wird von Mieze (Jella Haase) aufgenommen und aus seiner Verzweiflung gerettet. Die beiden verlieben sich und werden ein Paar. Seine Geschichte könnte nun eigentlich gut ausgehen. Doch Francis kann der Anziehung von Reinhold nicht widerstehen. Berlin Alexanderplatz feierte seine Premiere im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale und wurde bei den Deutschen Filmpreisen insgesamt fünfmal ausgezeichnet. Neben dem Preis für Beste Kamera/Bildgestaltung, Bestes Szenenbild und Beste Filmmusik, wurde Albrecht Schuch als Bester Nebendarsteller sowie der Film als Bester Spielfilm mit der Silbernen Lola prämiert.